Veränderungen nicht-endodontische Ursprungs

Aus Endopedia
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Es gibt eine große Anzahl von pathologischen Veränderungen, die sich periapikal befinden und zu Verwechslungen mit "Läsionen endodontischen Ursprungs" führen können. Obwohl diese Veränderungen extrem selten in einer zahnärztlichen Praxis auftreten, ist das Wissen um die Möglichkeit um so wichtiger, um Fehldiagnosen und verschleppte Diagnosen zu vermeiden.

Ortega 2007 Nonendodontic periapical lesions: a retrospective study in Chile:

In dieser retrospektiven Studie fand sich in einem histopathologischem Untersuchungsgut von 4006 Fällen die Diagnose eine Pulpennekrose in Verbindung mit einer periapikalen Veänderung. Innerhalb dieser Gruppe fand sich in 24 Fällen( 0,65%) eine Veränderung nicht-endodontischen Ursprungs. Die Diagnosen waren: Keratozystischer odontogener Tumor (KCOT)(11 Fälle) Chronische Sinusitis (3) Riesenzellgranulom (3) Ductus nasopalatinus Zyste (1) Fremdkörpergranulom (1) Kalzifiziernder odontogener Tumor (Gorlin Zyste)(1) Periapikale Zementdysplasie (1)Laterale Parodontalzyste (1)Hämangiom (1) Amalgam Tattoe (1) Ameloblastische Fibrom (1)Squamöser odontogener Tumor (1).

Besonders wichtig ist hierbei, Diagnosemöglichkeiten, wie zum Beispiel die eines Ameloblastoms nicht zu übersehen.

Auch Knochenveränderungen im Rahmen eines Hyperparathyrioidismus können z.B. bei chronisch nierenkranken Patienten (selten) zu Verwechslungen führen. (Loushine R, JOE 2003 Secondary Hyperparathyroidism: A Case Report)

Kuc (2000) berichtet über 1% aller periapikalen Biopsien, bei denen die Histologie eine Veränderung nicht endodontischen Ursprungs ergab (Comparison of clinical and histologic diagnoses in periapical lesions). Eine von 805 Biopsien zeigte ein malignes Neoplasma.

PDF zum Thema "Odontogene Tumoren": [1]

Zu den osteosklerotischen Veränderungen zählt die "Idiopathische Osteosklerose". Die "Kondensierende Ostitis" sieht röntgenologisch ähnlich aus, ist jedoch dentogen bedingt.

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