Aufbereitungsphilosophien

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Die Aufbereitung und Formung des Wurzelkanalsystemes erfolgt unter zwei Aspekten. Zum einen soll das Hohlraumsystem der Zahnwurzel so erschlossen werden, dass durch chemisch-mechanische Reinigung eine weitgehende Entfernung von Bakterien, Gewebsresten und Debris erfolgen kann. Zum zweiten soll die Formung des Wurzelkanals eine kontrollierte und dichte Wurzelfüllung ermöglichen. Kontroversen gibt es insbesondere in Bezug auf die Ausformung des apikalen Drittel. Hier wird über die "richtige" Aufbereitungslänge, den optimalen Durchmesser der apikalen Aufbereitung und die Aufbereitungsform (Konus bzw. Taper, Boxpräparation) diskutiert. Generell wird angestrebt, die Achse des Wurzelkanals während der Präparation beizubehalten.

Beim "Patency" - Konzept ( z.B. Souza 2006 [1], als PDF [2] ) wird angestrebt, eine Verbindung zwischen Wurzelkanalsystem und Periapex mit "006er" - "0010er" Feilen offenzuhalten. Dadurch soll erstens eine Verblockung mit Debris und Dentinspänen verhindert und damit eine Verkürzung der Aufbereitungslänge verhindert werden. Desweiteren soll einer Stufenbildung vorgebeugt und eine möglichst tiefe Aufbereitung zur Reinigung eines möglichst großen Teils der apikalen Hohlräume gewährleistet werden. Zum dritten ermöglicht der Kontakt zum Periapex eine Längenbestimmung mittels Papierspitzen und der elektrischen Längenmessung.

Ein bekanntes Aufbereitungskonzept stammt von Herbert Schilder (Schilder H (1967): Filling the root canal in three dimensions. Dental Clinics of North America 11, 723-744).

Artikel:

Grösse des Taper und Bakterienelimination [3] (Aydin 2007)

Grösse der apikalen Aufbereitung und Bakterienelimination [4] (Card 2002)

Aufbereitung und Debris (Xiangya Huang, MS 2007) [[5]]

Influence of instrument size on root canal debridement (Usman 2004) [6] "Vergleich einer Aufbereitung mit GT 20 versus GT 40 zeigte besser gesäuberte apikale Kanalabschnitte bei größerer Aufbereitungsgröße"

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